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Social Content: Von stinkenden Fischen und Autos

Rund ein Jahr ist seit der Gründung von Monami vergangen. Meine Motivation, beziehungsweise das «Wieso?» ist schnell erklärt. Zuvor als Partner bei der journalistischen Plattform Storyfilter tätig, verdienten wir unsere Brötchen dort primär mit sogenannten Native Ads. Sprich: Kunde XY kam allenfalls mit einem durchaus ästhetischen, aber nicht wirklich emotionalen/relevanten Video auf uns zu und bat, das Video doch in eine Geschichte zu packen, die dem Clip eine Art Mantel bot und das bewegte Bild derart interessant anteaste, dass man damit mehr Reichweite generierte, als dies bis anhin der Fall war. Denn: Reichweite heisst heutzutage nicht mehr bloss Geld, sondern auch Storytelling.

Dementsprechend ging mir allerdings nicht aus dem Kopf, dass das eingesetzte Budget grundsätzlich auch einfach in ein ‚gutes‘ (dazu gleich mehr) Video statt in Reach-Optimierung hätte eingesetzt werden können - die Geschichte vom stinkenden Fisch und dem Kopf, sozusagen. Und wohl auch der Journalist in mir. Denn: Mit Clips - aber auch Grafiken, Bildern, Texten und weiteren Formaten - die dem User einen wirklichen Mehrwert einbringen (statt bloss PR-Leier betreiben), fährt man nicht nur emotional besser, sondern generiert automatisch und organisch mehr Reach - schlichtweg, weil’s die User mehr interessiert, weil Geschichten und Authentizität gefragter sind denn je; und dies wiederum auf Facebook im selben Atemzug auch für eine grössere Verbreitung sorgt. Stichwort Algorithmus.

Dieser funktioniert nämlich so, dass Dinge, die gut ankommen (messbar durch Verweildauern, Likes, Shares, Comments und mehr) automatisch auch mehreren Usern angezeigt werden. Oder kurz: Ein Like ist ein Multiplikator. Allen Unkenrufen zum Trotz hat der blaue Riese (und auch Instagram und Co.) nämlich ein Interesse daran, den Konsumenten nicht nur ein massgeschneidertes Angebot, sondern auch Relevanz (wobei diese selbstverständlich stets relativ daherkommt) zu bieten. Wer sich also über eine platte Timeline beschwert, hat selbst Schuld daran - denn Facebook liefert primär jenes aus, was einen ganz individuell interessiert (und man drum in Vergangenheit allenfalls schon angeklickt hat).

Ein Like ist ein Multiplikator. Allen Unkenrufen zum Trotz hat der blaue Riese (und auch Instagram und Co.) nämlich ein Interesse daran, den Konsumenten nicht nur ein massgeschneidertes Angebot, sondern auch Relevanz (wobei diese selbstverständlich stets relativ daherkommt) zu bieten.

Darauf beruht unser Modell. Inhalte, die einen Nerv treffen, idealerweile gar Schöpfungshöhe beinhalten und sich somit in die Welt (oder zumindest zur Zielgruppe) hinaustragen lassen. Ganz egal, ob ‚irgendwas mit Medien‘ (SRF), im kulturellen Segment (Tonhalle), für die breite Masse (Coop) oder auf politischer Ebene (Jacobs-Stiftung) – für jeden Brand lassen sich ganz individuell Inhalte gestalten (Beispiele gibts diverse auf facebook.com/monamicontent), die in meinen Augen für einen grossen Teil der Gesellschaft interessanter anmuten, als das, so hart es auch klingen mag, was eine Vielzahl von Unternehmen bis anhin für Aufmerksamkeit alles so machte.

Angemerkt sei: Für mich selbst stellt das Ganze denn auch gar eine kleine Revolution des Marketingwesens (wie auch des Medien-, Finanz- oder Musikwesens) dar. Während man bislang in der Werbung mit gigantischen Streuverlusten rechnen musste, niemand so ganz genau messen konnte, wie viel ein teures Printinserat oder die Radiowerbung denn wirklich einbrachte, sind die sozialen Medien bisweilen gnadenlos - und zeigen haargenau auf, wie viele Menschen von der «Werbung», beziehungsweise den Inhalten, wirklich angeregt wurden. Die Frage sei erlaubt, ob das qualitativ hochstehende Foto eines glänzenden Autos letztlich eben vielleicht doch weniger Menschen inspiriert, als eine gute Geschichte zum Auto, die zum Schmunzeln, Nachdenken, Staunen – oder gar Kaufen – anregt.

Mittlerweile sind wir acht Leute, arbeiten in einem schönen Start-Up-Grossraumbüro mit Gärtchen in Zürich-Albisrieden, verfügen über Texter, Grafiker, Filmer, Projektmanager. Eine kunterbunte Truppe, mit viel Freude an der äusserst vielseitigen Arbeit. So unter anderem auch an der Arbeit für die Bauhelden, für die wir in den vergangenen Wochen diverse Facebook- und Instagram-Inhalte kreieren und umsetzen durften. Schön daran: In enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Baumeisterverband und cR Kommunikation erreichten wir dabei bereits über 100’000 Leute. Unter anderem durch Formate wie sogenannten Influencer-Videos, unterhaltsamen Bau-Grafiken oder sonstigen, kleinen Anekdoten aus dem Baustellen-Alltag.

Wir verbrachten idyllische Drehtage an den schönsten Seen der Schweiz, durften beim Serien-Dreh hinter die Kulissen blicken, mit den Protagonisten über Off-Takes schmunzeln und dabei stets auch so einiges über das Bauwesen erfahren. Nun geht die Serie endlich los mit dem anstehenden Wettbewerb in Abu Dhabi als Höhepunkt. Und wir sind äusserst dankbar, dass wir beim Abenteuer dabei sein dürfen – und ziehen den Helm vor den Helden der Baustellen.