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Autor

Christian Lüdi

LinkedIn – und die ewige Frage nach der Verantwortung

Wer ist im Unternehmen für LinkedIn zuständig? Ist es die Personalabteilung, da sie sich um die Stellenausschreibungen kümmert, das Marketing, weil dort die Social Media Verantwortlichen sitzen, oder das Kommunikationsteam, welches die Unternehmensgeschichten erzählt?

Meistens ist der firmeneigene Account beim HR angesiedelt. Er wurde vor Jahren einmal eröffnet und primär für das Publizieren von Stellenausschreibungen genutzt. LinkedIn hat sich in den letzten zwei Jahren aber sehr stark weiterentwickelt und so steht – wie bei jedem sozialen Netzwerk – heute der Content im Zentrum. Gemäss LinkedIn ist das Verhältnis von Posts gegenüber Jobinseraten 7:1, sprich auf ein Jobinserat folgen sieben andere Inhalte. Dies weckt bei den Marketing- und Kommunikationsspezialist*innen natürlich Begehrlichkeiten.

 

Regelmässiger Austausch wird immer wichtiger

Als Head of Digital bei CRK vertrete ich die Meinung, dass die Frage nach der Verantwortlichkeit eher zweitrangig ist. Sie ist jedenfalls nicht matchentscheidend. Viel wichtiger ist, dass sich HR, Marketing und/oder Kommunikation gemeinsam um die aktive Pflege des Accounts kümmern. Das Stichwort an dieser Stelle lautet «Employer Branding», das genau an der Schnittstelle der genannten Bereiche operiert. Im Idealfall wird die Planung der Inhalte also gemeinsam vorgenommen. Eine regelmässige, enge Abstimmung sollte dazu stattfinden, beispielsweise in Form einer monatlichen Redaktionssitzung. Das Beste daran: Nicht nur die User und potenziellen Mitarbeiter*innen profitieren davon, sondern auch die involvierten Abteilungen, die voneinander lernen können.

 

Von der Theorie in die Praxis

Im Juni durfte ich das Projekt «Digital Readiness» mit dem UVEK und dessen Verwaltungseinheiten im Rahmen des Employer Brandings lancieren. Das bedeutet unter anderem, die strategische Ausrichtung der LinkedIn-Nutzung definieren, die organisatorischen Herausforderungen klären sowie die operativen Aufgaben verteilen. Auf die initiale Sensibilisierung (Inputreferat zu Social Media und Content Marketing sowie Social Recruiting und Active Sourcing mit anschliessender Diskussion) folgte der Teil der Befähigung, wobei aus jeder Verwaltungseinheit immer mindestens eine Person vom HR sowie der Kommunikation teilnahm. In moderierten Workshops wurden anschliessend die Verantwortlichkeiten und Rollen verteilt sowie ein erster Contentplan erarbeitet. Nun sind wir gespannt auf den Spätherbst, denn dann erfolgt ein erster Erfahrungsaustausch.

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