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Autor

Stefan Glantschnig

Vorleben, was wir predigen

Kaum eine Agentur kann sich personelle Überkapazitäten leisten, weshalb der Erfolg merklich von der Leistung des gesamten Teams abhängt. Die individuellen menschlichen und fachlichen Kapazitäten der Mitarbeitenden sind spürbar. Umso wichtiger ist es deshalb, seine Mitarbeiter*innen zu kennen und die internen Beziehungen zu pflegen.

Oft ist es so, dass gerade Agenturen die interne Kommunikation vernachlässigen, die wir als Kommunikationsexperten unseren Kunden als notwendiges Instrument empfehlen. In der Vergangenheit habe ich erlebt, wie Agenturen in schwierigen Zeiten nicht mehr transparent informiert haben, Mitarbeiteranlässe gestrichen und Anliegen der Mitarbeitenden wegen Zeitmangel nicht mehr wahrgenommen wurden. Häufig war das der Fall, wenn die Personalführung in einer Doppelrolle mit der Beratung ausgeübt wurde. Bei CRK haben wir eine vollberufliche COO – das merkt man und das schätzen wir. Die Kundenarbeit geht immer vor und ist unser Kerngeschäft. Doch können sich interne Differenzen auf die Qualität der Arbeit auswirken. Die menschliche Komponente gewichtet in Agenturen stark und determiniert die Leistungsfähigkeit und Motivation des Personals. Klare Entwicklungsziele, Wertschätzung und ein positives Arbeitsklima sind für viele Vertreter meiner Generation entscheidende Grundlagen.

 

Persönliche Gespräche sind essenziell

Zwischenmenschliche Beziehungen waren mir persönlich immer wichtig – gerade auch am Arbeitsplatz, an dem ich mehr Zeit verbringe als irgendwo sonst. Entsprechend sehe ich es als meine Aufgabe, Einfluss auf die allgemeine Stimmung zu nehmen. Persönliche Gespräche, gemeinsame Mittagessen und Kaffeepausen sowie gelegentlich ein Bier (oder mehr) nach Feierabend erachte ich nicht als nice-to-have, sondern als essenziell. Diese Momente erlauben das Aufbauen von Vertrauensverhältnissen, die über die normale Arbeitsbeziehung hinausgehen. Häufig erfährt man auch arbeitsrelevante Inhalte erst im direkten Gespräch ausserhalb der Agentur.

 

Präzisere Ausrichtung der Teams auf Kundenmandate

Davon profitieren sowohl die Agentur als auch die Kunden: Einerseits habe ich als Berater eine klarere Vorstellung von den individuellen Stärken meiner Mitarbeitenden und ich weiss, welche Skills weiter entwickelt werden müssen, um die bestmöglichen Resultate zu erlangen. Das hilft bei der Organisation der Teams für Kundenmandate. Das gilt umso mehr, wenn auch kreative Leistungen erforderlich sind, die einer anderen Logik unterliegen, als die Beratung. Andererseits fördert ein starker interner Zusammenhalt die Bereitschaft, die berühmte Extrameile zu gehen.

 

Menschen sind nicht einfach ersetzbar

Zufriedene Mitarbeitende sind auch die Ambassadoren, die eine Agentur braucht, um gegen aussen zu wirken – sei es bei der Akquise oder beim Aufbau des externen Netzwerks. Zu guter Letzt bestimmt gerade in Krisenzeiten das persönliche Commitment gegenüber dem Arbeitgeber und den Mitarbeitenden über den Verbleib im Unternehmen. Die Annahme, dass jeder einfach so ersetzbar ist, ist schlicht falsch.

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