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Autor

Oliver Wimmer

Politik im Zeitraffer

Die Corona-Krise wird oft als Brennglas bezeichnet, das gesellschaftliche Missstände und Versäumnisse unübersehbar macht. Das ist richtig. Diese Krise hat aber auch gezeigt, dass rasches Handeln auch in der Politik möglich ist – und wo es an Grenzen stösst.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass politische Entscheide und gesellschaftliche Veränderungen lange, häufig seeeehr lange dauern können. Man denke an die Energiepolitik, die diesen Zeitraum schon im Namen trägt – Energiestrategie 2050 –, an Reformen im Bildungswesen, etwa der überfällige Aufbau digitaler Kompetenzen von Schüler*innen, vor allem aber beim Lehrpersonal, oder ganz banal an Baustellen im öffentlichen Raum.

Dass politische Entscheide aber auch sehr schnell gehen können, weil sie müssen, und – noch interessanter – dass sie sich genauso unmittelbar als erfolgreich oder erfolglos erweisen können, kannten wir so nicht mehr. Kein Wunder waren und sind viele – Entscheidungsträger*innen ebenso wie Betroffene – offensichtlich überfordert von dem Tempo, das in der Corona-Krise nötig ist.

 

Mit Volldampf, aber ohne Plan in die Krise

Um der Überforderung von Personen und des Systems im Ernstfall vorzubeugen, werden Krisenszenarien mit Massnahmenkatalogen vorbereitet. Ich kann es nur wiederholen: Warum wurden diese nicht angewandt, als es nötig war? Als unter höchstem Zeitdruck entschieden werden musste? Als keine Zeit für Diskussionen über Zuständigkeiten blieb? Denn in der Schublade, sogar für alle zugänglich im Internet, lagen diese Szenarien für verschiedene Bedrohungslagen, ganz weit oben eine Pandemie, schon lange, bevor wir SARS-CoV-2 fehlerfrei buchstabieren konnten. Selbstverständlich kann man kein konkretes Virus mit spezifischen Krankheits- und Infektionsverläufen antizipieren. Aber man kann Vorkehrungen treffen, um rasch zu handeln und eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern. Denn nur mit energischen Massnahmen zum frühestmöglichen Zeitpunkt kann Schlimmeres und Schlimmstes verhindert werden.

 

Trial and Error

Deutlich wird in diesem Zeitraffer auch, wieviel Trial and Error in politischen Entscheiden steckt. An diesem Vorgehen ist nichts verkehrt. Diese Strategie ist in Situationen, in denen belastbares Wissen fehlt, die beste Methode, um vorwärtszukommen bis es neue, verlässlichere Einschätzungen gibt. Allerdings hätten die erfolgversprechendsten Wege in einer verbindlichen Krisenplanung nicht nur beschrieben, sondern als Routinen vorbereitet und eingeübt werden müssen.

Als dann auch noch die Wissenschafter*innen begannen, sich auf einer dünnen Faktendecke öffentlich zu widersprechen und gegenseitig zu widerlegen, war die Verunsicherung der Politik und der Öffentlichkeit perfekt. Doch solide Wissenschaft braucht nun mal ausser Geld auch Zeit und den Diskurs der Expert*innen. Dabei ist es Aufgabe der Politik, einen kühlen Kopf zu bewahren und unterschiedliche Einschätzungen mit Erfahrungswissen und «gesundem Menschenverstand» einzuordnen, statt die Wissenschaft als Ausrede für Führungsschwäche vorzuschieben.

 

Die nächste Krise wartet schon

Man muss kein Pessimist sein, um zu wissen, dass wir auch künftig mit unterschiedlichsten Krisen fertig werden müssen. Eine zweite Corona-Welle ist derzeit das Szenario, auf das sich die Gesellschaft noch am besten vorbereiten kann. Jede dieser Krisen – ob sie nur einzelne (Unternehmen) oder die ganze Gesellschaft betrifft – wird den Verantwortlichen rasches Handeln und die Bereitschaft, unter Zeitdruck Entscheide zu korrigieren und zugleich das Vertrauen der Betroffenen zu erhalten, abverlangen. Weil aber niemand weiss, was auf uns wartet, empfehlen wir die frühzeitige Vorbereitung –  selbstverständlich auch der Kommunikation – auf Krisensituationen. Denn die letzten Monate haben es wieder bestätigt: Aus jeder Krise lernen wir. Und wer besser vorbereitet ist, einen kühlen Kopf bewahrt und überlegt handelt, kann aus einer Krise gestärkt hervorgehen.

 

Mit Kommunikation durch die Krise

CRK bietet in allen Phasen des Krisenmanagements – von Chaos bis Win Back – Hand mit Strateg*innen, Konzepter*innen, Trainer*innen, Sparring-Partner*innen und externen Kapazitäten. Wir antizipieren Chaosszenarien, strukturieren und trainieren ausserordentliche Situationen, verstärken das interne Team in Krisenzeiten durch Spezialist*innen und Workpower. So beruhigen wir das Heute und bereiten das Morgen und Übermorgen vor, wenn andere noch voll mit dem Gestern beschäftigt sind.


Kontaktieren Sie uns – per Telefon oder per E-Mail an thomas.loehrer@cr-k.ch oder oliver.wimmer@cr-k.ch

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